Konsultieren Sie einen Arzt. Die folgenden Dosierungen stammen aus publizierten wissenschaftlichen Studien und dienen ausschließlich der Information. Sie stellen keine medizinische Beratung und keine Dosierungsempfehlung dar. Nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt.
Was ist AHK-Cu? Struktur und Herkunft
AHK-Cu (Alanyl-Histidyl-Lysin-Kupfer) ist ein synthetisches Kupferpeptid mit der Aminosäuresequenz Ala-His-Lys, das über den Histidinrest ein Kupfer(II)-Ion (Cu²⁺) komplexiert. Es gehört zur Familie der Kupferpeptide und ist strukturell eng mit dem bekannteren GHK-Cu (Glycyl-Histidyl-Lysin-Kupfer) verwandt.
Der Unterschied: Bei AHK-Cu ist die erste Aminosäure Alanin (statt Glycin bei GHK-Cu). Diese scheinbar minimale Änderung beeinflusst die Kupferbindungsaffinität, die Peptidstabilität und potenziell das biologische Wirkprofil.
AHK-Cu wurde erstmals in der Kosmetikindustrie als Haarwachstums-Forschungskandidat identifiziert und wird seitdem in präklinischen Studien zu Haarfollikelproliferation, Hautregeneration und Wundheilung untersucht.
Hinweis: AHK-Cu ist ein Forschungspeptid und nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt. Alle Dosierungsangaben in diesem Artikel stammen aus wissenschaftlichen Studien und Tiermodellen.
AHK-Cu Dosierungen in der Forschung
Die Forschungsliteratur zu AHK-Cu ist im Vergleich zu GHK-Cu begrenzter, aber wachsend. Die verwendeten Dosierungen orientieren sich häufig an den GHK-Cu-Protokollen:
| Studientyp | Dosierung | Verabreichung | Dauer | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| In-vitro Haarfollikel (Pyo et al., 2009) | 1-10 µM | Zellkulturmedium | 5 Tage | Signifikante Proliferationssteigerung der DPC (Dermal Papilla Cells) |
| In-vitro Hautmodell | 0,5-5 µM | Zellkulturmedium | 48-72h | Erhöhte Kollagenexpression (Typ I und III) |
| Topisch (kosmetische Forschung) | 50-200 ppm | Creme/Serum | 4-12 Wochen | Verbesserung der Hautdichte und Haarfollikeldichte |
| Subkutan (Tiermodell, analog GHK-Cu) | 1-2 mg/Tag | s.c. Injektion | 14-28 Tage | Lokale Geweberegeneration, erhöhte Angiogenese |
Typisches Forschungsprotokoll (subkutan):
- Dosierung: 1-2 mg/Tag subkutan
- Frequenz: Täglich oder jeden zweiten Tag
- Dauer: 4-8 Wochen (Zyklen)
- Injektionsstelle: Nahe dem Zielgewebe (z.B. Kopfhaut für Haarfollikelforschung, Abdomen für systemische Forschung)
Weiterführende Informationen zur Wirkung von Kupferpeptiden finden Sie in unserem Artikel zu GHK-Cu Wirkung.

Rekonstitution des 15 mg Fläschchens
Für die Vorbereitung eines AHK-Cu-Fläschchens (15 mg) zur Forschungsverwendung. Beachten Sie: AHK-Cu Lyophilisat hat eine charakteristische dunkle kobaltblaue Farbe aufgrund des Kupfer(II)-Ions — dies ist normal und kein Qualitätsmangel.
| Zugegebenes bakt. Wasser | Konzentration | Volumen für 1 mg | Volumen für 2 mg |
|---|---|---|---|
| 1,5 ml | 10 mg/ml | 0,1 ml (10 IE) | 0,2 ml (20 IE) |
| 3 ml | 5 mg/ml | 0,2 ml (20 IE) | 0,4 ml (40 IE) |
| 5 ml | 3 mg/ml | 0,33 ml (33 IE) | 0,67 ml (67 IE) |
Rekonstitution in Studienprotokollen: 3 ml bakteriostatisches Wasser auf 15 mg AHK-Cu ergibt 5 mg/ml — eine praktische Konzentration für die Dosierung von 1-2 mg mit Insulinspritzen (1 ml / 100 IE).
Rekonstitutionsschritte:
- Das bakteriostatische Wasser mit einer sterilen Spritze aufziehen
- Langsam an der Innenwand des Fläschchens herunterführen — nicht direkt auf das blaue Lyophilisat spritzen
- Das Fläschchen sanft schwenken — die Lösung sollte eine klare, blaue Farbe annehmen
- Trübe oder partikuläre Lösungen nicht verwenden
- Bei 2-8 °C lagern, innerhalb von 28 Tagen verbrauchen
Detaillierte Anleitung: Peptid-Rekonstitution Leitfaden.
AHK-Cu vs. GHK-Cu: Wissenschaftlicher Vergleich
Die Frage nach dem Unterschied zwischen AHK-Cu und GHK-Cu ist eine der häufigsten in der Kupferpeptid-Forschung. Hier ein evidenzbasierter Vergleich:
| Eigenschaft | AHK-Cu (Ala-His-Lys-Cu) | GHK-Cu (Gly-His-Lys-Cu) |
|---|---|---|
| Erste Aminosäure | Alanin (hydrophob, methyliert) | Glycin (kleinste Aminosäure) |
| Cu²⁺-Bindungsaffinität | Leicht verändert (pKa-Shift) | Klassische Referenzaffinität |
| Hauptforschungsfokus | Haarfollikel-Proliferation, DPC-Stimulation | Wundheilung, Kollagen, Anti-Aging breit |
| Publikationsmenge | ~30 Studien | ~150+ Studien (seit 1970er) |
| Subkutane Dosierung | 1-2 mg/Tag | 1-2 mg/Tag |
| Stabilität | Höhere Peptidase-Resistenz (Alanin schützt N-Terminus) | Schneller degradiert in Serum |
| Topische Penetration | Tendenziell besser (hydrophoberer N-Terminus) | Gut dokumentiert |
Pyo et al. (2009) zeigten in einer direkten In-vitro-Vergleichsstudie, dass AHK-Cu bei der Stimulation von Dermal Papilla Cells (DPC) — den Schlüsselzellen der Haarfollikelregeneration — eine stärkere proliferative Wirkung zeigte als GHK-Cu bei gleicher Konzentration (5 µM). Die Autoren vermuteten, dass die hydrophobere Alanin-Seitenkette die Membraninteraktion verbessert.
In der breiteren Regenerationsforschung (Wundheilung, Anti-Aging, Kollagen) dominiert weiterhin GHK-Cu mit seiner umfangreicheren Datenbasis — siehe unsere GHK-Cu Erfahrungsberichte aus der Forschung.
Haarfollikel- und Hautforschung mit AHK-Cu
Der primäre Forschungsfokus von AHK-Cu liegt auf der Haarfollikelbiologie und Hautregeneration:
Haarfollikelforschung:
- DPC-Proliferation: AHK-Cu stimuliert die Proliferation von Dermal Papilla Cells in Konzentrationen ab 1 µM. Die Wachstumsrate stieg in vitro um bis zu 170% gegenüber der Kontrolle (Pyo et al., 2009)
- Wnt/β-Catenin-Pathway: Kupferpeptide — einschließlich AHK-Cu — aktivieren den Wnt/β-Catenin-Signalweg, der für die Haarfollikel-Stammzellaktivierung essentiell ist
- VEGF-Expression: AHK-Cu erhöht die Expression von Vascular Endothelial Growth Factor in DPC, was die Blutversorgung der Haarfollikel verbessern kann
- 5α-Reduktase: Präliminäre Daten deuten darauf hin, dass Kupferpeptide die 5α-Reduktase-Aktivität modulieren können — das Enzym, das Testosteron in das haarfollikelschädigende DHT umwandelt
Hautregenerationsforschung:
- Kollagensynthese: AHK-Cu stimuliert die Expression von Kollagen Typ I und III in dermalen Fibroblasten, ähnlich wie GHK-Cu
- Matrix-Metalloproteinasen (MMPs): Regulation der MMP-Aktivität — Förderung des kontrollierten Gewebeumbaus ohne überschießende Degradation
- Antioxidative Wirkung: Das Kupferion katalysiert die Aktivität der Superoxid-Dismutase (SOD), eines Schlüsselenzyms der zellulären Antioxidans-Abwehr
Für die hautbezogene Peptidforschung ist auch unser Überblicksartikel Peptide für die Haut relevant.
Sicherheitshinweise und Forschungsstatus
AHK-Cu befindet sich in einem relativ frühen Forschungsstadium. Die Datenlage ist begrenzter als bei GHK-Cu, das seit den 1970er Jahren systematisch untersucht wird.
Sicherheitsaspekte:
- Kupfertoxizität: Bei den typischen Forschungsdosierungen (1-2 mg AHK-Cu/Tag) wird eine minimale Kupfermenge zugeführt (~0,2 mg Cu²⁺). Dies liegt deutlich unter der empfohlenen täglichen Kupferzufuhr (0,9 mg). Dennoch sollte in längeren Studien das Kupfer-Serumspiegel-Monitoring berücksichtigt werden
- Lokale Reaktionen: Subkutane Injektionen können lokale Rötung und Induration verursachen — dies ist bei Kupferpeptidlösungen aufgrund der Metallionenkomponente häufiger als bei anderen Peptiden
- Kreuzreaktivität: Keine bekannten problematischen Wechselwirkungen mit anderen Forschungspeptiden wie BPC-157 oder TB-500 in der publizierten Literatur
- Lagerung: Lyophilisat bei -20 °C (>24 Monate). Rekonstituiert bei 2-8 °C, innerhalb von 28 Tagen verbrauchen. Vor Licht schützen — Kupferpeptide sind lichtempfindlich. Weitere Hinweise: Peptid-Lagerung
Offene Forschungsfragen:
- Direkte In-vivo-Vergleichsstudien AHK-Cu vs. GHK-Cu fehlen weitgehend
- Langzeitsicherheitsdaten (>3 Monate) bei systemischer Gabe sind nicht publiziert
- Die optimale Dosierung für verschiedene Anwendungsgebiete (Haar vs. Haut vs. systemisch) ist noch nicht abschließend definiert
Wichtiger Hinweis: AHK-Cu ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für den menschlichen Verzehr oder die therapeutische Anwendung zugelassen. Die hier beschriebenen Dosierungen beziehen sich auf publizierte wissenschaftliche Studien und Tiermodelle. Für den Erwerb als Forschungschemikalie besuchen Sie unsere AHK-Cu Produktseite.
Weiterführend: Für Qualitätskriterien und Bezugsquellen zum verwandten Kupferpeptid, lesen Sie unseren GHK-Cu Kaufleitfaden. Siehe auch unseren Anti-Aging-Peptide Leitfaden und den Dosierungsrechner für interaktive Berechnungen.
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