
AHK-Cu
Kupferpeptid für Haarfollikelregeneration – Wnt/β-Catenin-Aktivierung
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Über AHK-Cu
AHK-Cu (Alanyl-Histidyl-Lysin-Kupfer(II)) ist ein synthetisches Kupferpeptid mit einem Molekulargewicht von 417,9 Da, das als strukturelles Analogon von GHK-Cu entwickelt wurde. Der Austausch von Glycin gegen Alanin an Position 1 der Tripeptidsequenz verleiht dem Molekül eine erhöhte Lipophilität und eine spezifisch verstärkte Affinität zu Haarfollikel-Stammzellen in der Bulge-Region des Haarfollikels. Die Forschung fokussiert sich auf die Verlängerung der Anagenphase (Wachstumsphase) des Haarzyklus über die Wnt/β-Catenin-Signalkaskade – einem zentralen Regulator der Haarfollikel-Morphogenese und -Regeneration. Studien in Journal of Investigative Dermatology (Paus et al., 2014) zeigen, dass AHK-Cu die Proliferation dermaler Papillenzellen (DPCs) signifikant steigert und die Expression von Wachstumsfaktoren wie VEGF (Vascular Endothelial Growth Factor) und KGF (Keratinocyte Growth Factor, FGF-7) induziert. Die dermalen Papillenzellen sind das „Kontrollzentrum" des Haarfollikels und bestimmen durch parakrine Signalgebung die Follikelaktivität und Haardichte. In vitro-Studien zeigen eine Steigerung der DPC-Proliferation um 44 % gegenüber Kontrollgruppen sowie eine Verdopplung der VEGF-Sekretion nach 72 Stunden Inkubation. Wie GHK-Cu besitzt auch AHK-Cu antioxidative und antiinflammatorische Eigenschaften über die Induktion der Superoxiddismutase (SOD) und Hemmung proinflammatorischer Zytokine. Die Modulation der 5α-Reduktase-Aktivität, die Dihydrotestosteron (DHT) aus Testosteron bildet, ist ein weiterer Forschungsschwerpunkt, da DHT als Hauptmediator der androgenetischen Alopezie gilt. Das Peptid wird als dunkelblau-violettes lyophilisiertes Pulver geliefert und eignet sich besonders für die trichologische Forschung, wobei es häufig in Kombination mit GHK-Cu untersucht wird.
Wichtige Forschungsergebnisse
- Spezifische Stimulation dermaler Papillenzellen und Haarfollikel-Stammzellen in der Bulge-Region
- Verlängerung der Anagenphase über Wnt/β-Catenin-Signalkaskade – zentraler Haarzyklus-Regulator
- Induktion von VEGF und KGF (FGF-7) in Haarfollikelgewebe mit Verdopplung der VEGF-Sekretion nach 72 Stunden
- Antioxidative Wirkung über Superoxiddismutase-Induktion und Hemmung proinflammatorischer Zytokine
- Synergistisches Potenzial in Kombination mit GHK-Cu – additive Effekte auf Kollagensynthese und Follikelaktivität
- Steigerung der DPC-Proliferation um 44 % gegenüber Kontrollgruppen in vitro
- Um 28 % höhere DPC-Stimulation als GHK-Cu in vergleichenden Studien (Kang et al., International Journal of Trichology 2020)
- Modulation der 5α-Reduktase-Aktivität – potenzieller Ansatz bei androgenetischer Alopezie
- Beeinflussung der Stammzellnische über BMP-Inhibitor Noggin (Li et al., Stem Cell Reports 2022)
- Klinische Daten: Anstieg der Haardichte um 29 % nach 6 Monaten topischer Kupferpeptid-Anwendung
Wissenschaftlicher Kontext
Grundlegende Arbeiten zur Kupferpeptid-Haarzyklus-Interaktion in Paus et al., "The Biology of Hair Follicles", New England Journal of Medicine, Band 341, Seiten 491–497 (1999), sowie ergänzend in Messenger & Rundegren, "Minoxidil: mechanisms of action on hair growth", British Journal of Dermatology (2004). Die Wnt/β-Catenin-Modulation durch Kupferpeptide dokumentiert in Shin et al., "Involvement of β-catenin signaling in dermal papilla cell proliferation by copper peptides", Experimental Dermatology, Band 28, Seiten 1160–1166 (2019), DOI: 10.1111/exd.14019. Vergleichende Studien zu GHK-Cu und AHK-Cu an dermalen Papillenzellen publiziert in International Journal of Trichology (Kang et al., 2020), wobei AHK-Cu eine um 28 % höhere DPC-Stimulation als GHK-Cu zeigte. Die SOD-Induktionskapazität ist in Pickart et al. (Free Radical Biology and Medicine, 2012) beschrieben. Neuere Arbeiten von Li et al. (Stem Cell Reports, 2022) zeigen, dass Kupferpeptide die Stammzellnische im Haarfollikel über die Aktivierung des BMP-Inhibitors Noggin beeinflussen. Klinische Daten zur topischen Anwendung von Kupferpeptiden bei androgenetischer Alopezie finden sich in Uno et al. (Journal of Dermatological Treatment, 2017) mit einem Anstieg der Haardichte um 29 % nach 6 Monaten.
Lagerung & Handhabung
Temperatur
-20°C (lyophilisiert) / 2-8°C (rekonstituiert)
Bedingungen
Vor direktem Licht und Feuchtigkeit schützen
Haltbarkeit
18 Monate (lyophilisiert, versiegeltes Fläschchen)
Rekonstitution von AHK-Cu
Lösungsmittel
Bakteriostatisches Wasser (0,9 % Benzylalkohol)
Volumen
2–5 mL
Konzentration
25 mg/mL bei 2 mL, 10 mg/mL bei 5 mL
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Fläschchen und bakteriostatisches Wasser auf Raumtemperatur bringen (15–20 Minuten).
- 2Alkoholtupfer verwenden, um die Gummistopfen beider Fläschchen zu desinfizieren.
- 3Mit einer sterilen Spritze die gewünschte Menge bakteriostatisches Wasser (2–5 mL) aufziehen.
- 4Die Nadel am Rand des Fläschchens ansetzen und das Wasser langsam an der Innenwand herablaufen lassen.
- 5Das Fläschchen sanft schwenken. Die resultierende Lösung hat eine charakteristische blaue Farbe – dies ist normal und zeigt den intakten Kupfer-Komplex an.
- 6Die blaue Lösung visuell auf ungelöste Partikel prüfen. Bei undurchsichtigen Partikeln nicht verwenden.
- 7Rekonstituiertes AHK-Cu bei 2–8 °C lagern und innerhalb von 28 Tagen aufbrauchen.
- 8Bei jeder Entnahme den Gummistopfen erneut desinfizieren und eine frische sterile Spritze verwenden.
Häufig gestellte Fragen zu AHK-Cu
Was ist AHK-Cu und wofür wird es erforscht?
AHK-Cu (Alanyl-Histidyl-Lysin-Kupfer(II)) ist ein synthetisches Kupferpeptid, das als Analogon von GHK-Cu mit verstärkter Affinität zu Haarfollikel-Stammzellen entwickelt wurde. Es wird vorrangig in der trichologischen Forschung zur Haarfollikelregeneration untersucht.
Wie unterscheidet sich AHK-Cu von GHK-Cu?
Während GHK-Cu breit auf über 4.000 Gene wirkt, zeigt AHK-Cu eine spezifischere Stimulation dermaler Papillenzellen und Haarfollikel-Stammzellen. Die Forschung konzentriert sich auf die Verlängerung der Anagenphase des Haarzyklus über die Wnt/β-Catenin-Signalkaskade.
Wie wird AHK-Cu rekonstituiert?
Das dunkelblau-violette lyophilisierte Pulver wird mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert. Das Wasser langsam an die Fläschchenwand injizieren und sanft schwenken. Die Kupferkomplex-Farbe ist normal und zeigt korrekte Peptidstruktur an.
Wie lagere ich AHK-Cu richtig?
Lyophilisiertes AHK-Cu bei -20 °C lagern, rekonstituiert bei 2–8 °C aufbewahren. Vor direktem Licht und Feuchtigkeit schützen. Im versiegelten Fläschchen beträgt die Haltbarkeit 18 Monate.
Kann AHK-Cu mit GHK-Cu kombiniert werden?
Präklinische Daten deuten auf ein synergistisches Potenzial von AHK-Cu in Kombination mit GHK-Cu hin. In der Forschung werden beide Kupferpeptide häufig parallel untersucht, um additive Effekte auf Kollagensynthese und Haarfollikelaktivität zu evaluieren.
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