Konsultieren Sie einen Arzt. Die folgenden Dosierungen stammen aus publizierten wissenschaftlichen Studien und dienen ausschließlich der Information. Sie stellen keine medizinische Beratung und keine Dosierungsempfehlung dar. Nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt.
Was ist Semax?
Semax ist ein synthetisches Heptapeptid (Met-Glu-His-Phe-Pro-Gly-Pro), das am Institut für Molekulargenetik der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt wurde. Es ist ein Analogon des ACTH(4-10)-Fragments — dem biologisch aktiven Kern des adrenocorticotropen Hormons, erweitert um die C-terminale Sequenz Pro-Gly-Pro zur Stabilisierung.
Entscheidend ist, dass Semax trotz seiner ACTH-Verwandtschaft keine steroidogene Aktivität besitzt: Es beeinflusst weder die Kortisolproduktion noch die Nebennierenfunktion. Ashmarin et al. (Neuroscience and Behavioral Physiology, 1995) bestätigten, dass die neuroprotektiven und nootropen Effekte unabhängig von der HPA-Achse vermittelt werden.
Die Forschung zu Semax umfasst über 800 publizierte Studien, vorwiegend in russischen und internationalen Fachzeitschriften. In Russland hat Semax den Status eines registrierten Neuroprotektivums, das seit 2001 in klinischen Protokollen verwendet wird.
Wichtiger Hinweis: Alle in diesem Artikel genannten Dosierungen stammen aus wissenschaftlichen Studien und Tiermodellen. Semax ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für den menschlichen Konsum zugelassen.
Dosierungsprotokolle aus der Forschungsliteratur
Die Forschung zu Semax unterscheidet zwischen verschiedenen Dosierungsbereichen, die jeweils unterschiedliche Wirkmechanismen adressieren:
| Dosierungsbereich | Tagesdosis | Frequenz | Primäre Forschungsindikation | Referenz |
|---|---|---|---|---|
| Niedrigdosis | 200-300 µg | 1-2x täglich | Kognitive Verbesserung, Gedächtnis | Ashmarin et al., 1995 |
| Standarddosis | 300-600 µg | 2-3x täglich | Nootropische Forschung | Kaplan et al., 1996 |
| Hochdosis | 1.200-3.000 µg | 3-6x täglich | Neuroprotection (Schlaganfall) | Gusev et al., 2006 |
| Tiermodell (Ratte) | 50-150 µg/kg | 1x täglich | Grundlagenforschung | Levitskaya et al., 2004 |
Die typische Forschungsdosierung liegt bei 200-600 µg, 1-3 Mal täglich. Gusev et al. (Zhurnal Nevrologii i Psikhiatrii, 2006) verwendeten in ihrer Schlaganfall-Forschung deutlich höhere Dosierungen (bis 3 mg/Tag intranasal), was die breite therapeutische Spannweite des Peptids in der Forschung demonstriert.
Die Gesamttagesdosis hängt vom Forschungskontext ab: Für nootropische Studien reichen 200-600 µg/Tag, während neuroprotektive Protokolle bis zu 3.000 µg/Tag verwenden.

Intranasal vs. Subkutan: Vergleich der Verabreichungswege
Semax wird in der Forschung über zwei Hauptwege verabreicht. Beide haben spezifische Vor- und Nachteile:
| Parameter | Intranasal | Subkutan |
|---|---|---|
| Bioverfügbarkeit | 60-80% (Nose-to-Brain) | >90% |
| Wirkungseintritt | 5-15 Minuten | 15-30 Minuten |
| ZNS-Penetration | Direkt (olfaktorisch) | Indirekt (BBB) |
| Typische Dosis | 200-600 µg pro Gabe | 200-600 µg pro Gabe |
| Anwendungskomfort | Hoch (nicht-invasiv) | Moderat (Injektion) |
| Forschungsprävalenz | Häufiger (russische Studien) | Seltener |
Die intranasale Verabreichung nutzt den Nose-to-Brain-Transportweg über die Riechschleimhaut (Olfaktorisches Neuroepithel). Illum (Journal of Pharmaceutical Sciences, 2004) beschrieb diesen Mechanismus als besonders vorteilhaft für neuropeptide Substanzen, da er die Blut-Hirn-Schranke umgeht.
In der russischen Forschung wird die intranasale Verabreichung bevorzugt, da sie nicht-invasiv ist und eine direkte ZNS-Wirkung ermöglicht. Die Standardlösung ist 1% (10 mg/ml), wobei ein Tropfen (~50 µl) ca. 500 µg enthält.
Für subkutane Protokolle wird die Lösung mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert und mit Insulinspritzen dosiert.
Rekonstitution und Dosierungsberechnung
Für die Rekonstitution eines Semax-Fläschchens mit 25 mg lyophilisiertem Pulver:
| Bakteriostatisches Wasser | Konzentration | Volumen pro 200 µg | Volumen pro 600 µg |
|---|---|---|---|
| 1 ml | 25.000 µg/ml | 0,008 ml (0,8 IE) | 0,024 ml (2,4 IE) |
| 2 ml | 12.500 µg/ml | 0,016 ml (1,6 IE) | 0,048 ml (4,8 IE) |
| 5 ml | 5.000 µg/ml | 0,04 ml (4 IE) | 0,12 ml (12 IE) |
Rekonstitution in Studienprotokollen: Bei einem 25 mg-Fläschchen ergibt die Zugabe von 2 ml bakteriostatischem Wasser eine Konzentration von 12.500 µg/ml. Aufgrund der hohen Konzentration sind die zu entnehmenden Volumina sehr klein — eine präzise Insulinspritze mit feiner Skalierung ist essenziell.
Alternativ für intranasale Anwendung: 5 ml bakteriostatisches Wasser zu 25 mg = 5.000 µg/ml. Diese niedrigere Konzentration eignet sich besser für die Verwendung mit Nasenspray-Adaptern (ca. 250-500 µg pro Sprühstoß bei 50-100 µl Abgabevolumen).
Lagerung: Rekonstituierte Lösung bei 2-8 °C lagern. Haltbarkeit: 3-4 Wochen. Lyophilisiertes Pulver bei -20 °C bis zu 24 Monate stabil. Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Rekonstitutionsleitfaden.
Semax vs. Selank: Dosierungsvergleich
Semax und Selank werden in der Forschung häufig verglichen, da beide am selben Institut entwickelt wurden und komplementäre Wirkmechanismen aufweisen:
| Parameter | Semax | Selank |
|---|---|---|
| Ausgangssubstanz | ACTH(4-10) | Tuftsin |
| Primärer Wirkmechanismus | Dopaminerg / Serotonerg / BDNF | GABAerg / Immunmodulation |
| Standarddosis | 200-600 µg, 1-3x/Tag | 250-500 µg, 1-3x/Tag |
| Hauptforschungsgebiet | Kognition, Neuroprotection | Anxiolyse, Immunmodulation |
| Zykluslänge | 10-21 Tage | 14-21 Tage |
| Verabreichung | Intranasal bevorzugt | Intranasal oder subkutan |
| BDNF-Effekt | Ja (Levitskaya et al., 2004) | Ja (Inokhodova et al., 2008) |
| Steroidogene Aktivität | Keine (trotz ACTH-Verwandtschaft) | Keine |
Levitskaya et al. (Neuroscience Letters, 2004) verglichen beide Peptide direkt und stellten fest, dass Semax stärker dopaminerg und serotonerg wirkt, während Selank primär den GABAergen Tonus moduliert. In Kombinationsprotokollen werden beide Peptide häufig zusammen verwendet:
- Semax morgens: 300-600 µg intranasal — aktivierende, kognitionsfördernde Wirkung
- Selank abends: 250-500 µg intranasal — beruhigende, anxiolytische Wirkung
Für den detaillierten Selank-Dosierungsleitfaden siehe Selank Dosierung. Allgemeine Informationen zu nootropischen Peptiden finden Sie unter Nootropika kaufen.
Neuroprotektive Forschung und Sicherheitshinweise
Die neuroprotektive Forschung zu Semax ist besonders umfangreich:
- Schlaganfall-Forschung: Gusev et al. (Cerebrovascular Diseases, 2006) untersuchten Semax in hohen Dosierungen (bis 3 mg/Tag intranasal) bei ischämischen Ereignissen. Die Ergebnisse zeigten verbesserte neurologische Outcomes und reduzierte Infarktvolumina im Tiermodell
- BDNF-Expression: Semax erhöht die BDNF-mRNA im Hippocampus und frontalen Kortex (Levitskaya et al., 2004). Dieser Effekt wird als zentraler Mechanismus für die neuroprotektive Wirkung angesehen
- Optischer Nerv: Gavrilova et al. untersuchten Semax bei Optikus-Pathologien und berichteten über verbesserte visuelle Funktion bei intranasaler Gabe
- Genexpression: Genomweite Analysen zeigten, dass Semax über 100 Gene im ZNS moduliert, darunter Neurotrophine, Wachstumsfaktoren und Ionenkanäle
Sicherheitsprofil:
- In über 30 Jahren Forschung wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen berichtet
- Keine Toleranzentwicklung in Studien bis 30 Tage
- Keine Abhängigkeit oder Rebound-Effekte nach Absetzen
- Keine Beeinflussung der Cortisol-Achse trotz ACTH-Strukturverwandtschaft
Allgemeine Hinweise zur Peptidsicherheit finden Sie in unserem Artikel zu Peptid-Nebenwirkungen und im Lagerungsleitfaden. Für Kaufinformationen lesen Sie Semax kaufen.
Disclaimer: Semax ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für den menschlichen Konsum zugelassen. Alle Dosierungsangaben stammen aus publizierten wissenschaftlichen Studien und Tiermodellen. In Russland hat Semax einen anderen regulatorischen Status als in der EU. Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
Weiterführend: Für Qualitätskriterien, Bezugsquellen und aktuelle Verfügbarkeit, lesen Sie unseren Semax Kaufleitfaden. Siehe auch unseren Dosierungsrechner für interaktive Berechnungen.
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