Tesamorelin kaufen: Forschungspeptid & GHRH-Analog (Daten 2026)
Tesamorelin ist ein synthetisches GHRH-Analog mit umfangreicher klinischer Datenlage. Dieser Artikel fasst Struktur, Wirkmechanismus und Studiendaten zusammen — als Forschungsreagenz, Research Use Only.

Rechtlicher Hinweis und Dopingrelevanz
Research Use Only — nicht für die Anwendung am Menschen oder Tier. Tesamorelin wird hier ausschließlich als Forschungsreagenz für In-vitro- und präklinische Studien beschrieben. In Deutschland sind Arzneimittel verschreibungspflichtig (AMG § 2, § 48); der unerlaubte Vertrieb erfüllt AMG § 95, Werbung außerhalb der Fachkreise ist nach HWG § 10 unzulässig. Dopingrelevanz: GHRH-Analoga stehen auf der WADA-Verbotsliste (S2) und dürfen nicht zu sportlichen Zwecken verwendet werden. Es werden keine Anwendungs- oder Dosierungsempfehlungen für den Menschen gegeben.
Was ist Tesamorelin? — die Kurzantwort
Tesamorelin ist ein synthetisches Analog des Growth-Hormone-Releasing-Hormone (GHRH) — also des körpereigenen Signals, das die pulsatile Ausschüttung von Wachstumshormon (GH) aus dem Hypophysenvorderlappen anstößt. Anders als exogenes Wachstumshormon ersetzt Tesamorelin das Hormon nicht, sondern stimuliert die körpereigene GH-Synthese über GHRH-Rezeptoren. Es ist als Markenpräparat Egrifta® in den USA für HIV-assoziierte Lipodystrophie zugelassen — in der EU besteht keine vergleichbare Breitenzulassung, weshalb es hier ausschließlich als Forschungsreagenz relevant ist.
Tesamorelin gehört damit zur Gruppe der GH-sekretagogen Forschungspeptide — verwandt, aber mechanistisch verschieden von Ghrelin-Mimetika wie Ipamorelin. Dieser Artikel ordnet Struktur, Mechanismus und die publizierte Studienlage ein.
Molekül-Steckbrief
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Klasse | Synthetisches GHRH(1-44)-Analog |
| Modifikation | N-terminal trans-3-Hexensäure-Gruppe (erhöht Stabilität) |
| Aminosäuren | 44 (GHRH-Sequenz) |
| Rezeptor | GHRH-Rezeptor (Hypophysen-Somatotrophe) |
| Markenname | Egrifta® / Egrifta WR® (F8-Formulierung, FDA 2025) |
| Status (EU) | Keine Breitenzulassung — Forschungsreagenz (RUO) |
Wirkmechanismus (präklinische und klinische Daten)
Nach subkutaner Gabe bindet Tesamorelin an GHRH-Rezeptoren auf den somatotrophen Zellen des Hypophysenvorderlappens. Die nachgeschaltete, kalziumvermittelte Signalkaskade stimuliert binnen Minuten die Synthese und Freisetzung von Wachstumshormon. Das ausgeschüttete GH wirkt überwiegend indirekt über die hepatische Bildung von IGF-1.
Der entscheidende mechanistische Unterschied: Tesamorelin nutzt die physiologische Regelschleife. Weil die GH-Ausschüttung weiterhin pulsatil erfolgt und negativen Rückkopplungen unterliegt, bleibt das Profil näher am endogenen Muster als bei der direkten Gabe von exogenem GH. In der Forschung dient Tesamorelin daher als Werkzeug, um die GH/IGF-1-Achse und ihre Verbindungen zu metabolischen, adipösen und hepatischen Signalwegen zu untersuchen.
Studienlage: viszerales Fett und Leberfett
Tesamorelin verfügt über eine vergleichsweise robuste klinische Datenlage aus randomisiert-kontrollierten Studien mit Bildgebungs- und Laborendpunkten:
- Viszerales Fettgewebe (VAT): In den Zulassungsstudien zu HIV-assoziierter Lipodystrophie (Falutz et al., NEJM 2007) reduzierte Tesamorelin das viszerale Fett über 26 Wochen um etwa 15–20 % gegenüber Placebo.
- Leberfett: Spätere Untersuchungen (u. a. Stanley et al., JAMA 2014) zeigten zudem eine Reduktion des hepatischen Fettanteils.
- IGF-1: Erwartungsgemäß stieg der IGF-1-Spiegel als nachgeschalteter Marker der GH-Achse an — ein in der Forschung genutzter Surrogatparameter.
- Formulierung: 2025 wurde mit der F8-Variante (Egrifta WR®) eine Darreichung mit wöchentlicher Rekonstitution eingeführt.
Einordnung: Diese Daten stammen aus kontrollierten klinischen Studien einer spezifischen Patientenpopulation (HIV-Lipodystrophie). Sie sind nicht auf andere Kontexte, gesunde Personen oder unkontrollierte Anwendungen übertragbar und stellen keine Wirkversprechen dar.
Tesamorelin als Forschungsreagenz: Qualitätskriterien
Für In-vitro- und präklinische Arbeiten ist die Qualität des Reagenzes entscheidend. Beim Bezug von Tesamorelin als Forschungspeptid sollten Sie auf folgende Spezifikationen achten:
- HPLC-Reinheit ≥ 98 % mit Chromatogramm im Analysenzertifikat.
- Chargenspezifisches CoA (Charge nachvollziehbar, Prüflabor benannt).
- Lyophilisat, Versand in geschlossener Kühlkette, Lagerung bei −20 °C.
- Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser nach Standard-SOP — siehe unsere Anleitung zur Rekonstitution.
Unsere Forschungspeptide werden ausschließlich für diesen Zweck geliefert — mit CoA pro Charge und EU-Versand. Mehr zur Qualitätskontrolle auf der Seite Analysezertifikate. Eine Übersicht weiterer Forschungspeptide finden Sie im Peptid-Katalog.
Häufige Fragen (FAQ)
1. Was ist Tesamorelin?
Ein synthetisches GHRH-Analog, das die körpereigene Ausschüttung von Wachstumshormon über GHRH-Rezeptoren stimuliert. Als Markenpräparat (Egrifta®) für HIV-Lipodystrophie zugelassen; in der EU als Forschungsreagenz relevant.
2. Wie unterscheidet sich Tesamorelin von Ipamorelin?
Tesamorelin ist ein GHRH-Analog (wirkt am GHRH-Rezeptor). Ipamorelin ist ein Ghrelin-/GHS-Rezeptor-Agonist. Beide steigern GH, aber über unterschiedliche Rezeptoren und Mechanismen.
3. Welche Daten gibt es zu Tesamorelin?
Randomisiert-kontrollierte Studien zu HIV-Lipodystrophie zeigten über 26 Wochen eine Reduktion des viszeralen Fetts um ~15–20 % sowie eine Verringerung des Leberfetts. Die Daten gelten für diese spezifische Population.
4. Ist Tesamorelin im Sport erlaubt?
Nein. GHRH-Analoga stehen auf der WADA-Verbotsliste (Kategorie S2) und dürfen nicht zu sportlichen Zwecken verwendet werden.
5. Wie wird Tesamorelin als Forschungspeptid gelagert?
Als Lyophilisat bei −20 °C; nach Rekonstitution gekühlt und zeitnah verwenden. Versand erfolgt in geschlossener Kühlkette.
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