
TB-500
Thymosin Beta-4 Fragment – Zellmigration, Wundheilung und kardiale Regeneration
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Über TB-500
TB-500 ist die synthetische Form der aktiven Region von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem ubiquitär exprimierten Peptid mit 43 Aminosäuren, das in nahezu allen kernhaltigen Zellen des menschlichen Körpers vorkommt. Das natürliche Tβ4 wurde erstmals 1966 von Allan Goldstein an der Albert Einstein College of Medicine identifiziert und aus dem Thymus isoliert. TB-500 enthält die zentrale Wirksequenz LKKTETQ (Aminosäuren 17–23), die für die biologische Aktivität entscheidend ist. Der zentrale Wirkmechanismus basiert auf der Sequestration von Aktin-G-Monomeren und der Regulation der Aktin-Polymerisation, wodurch die Zellmigration und -proliferation in geschädigtem Gewebe gefördert wird. Durch die Bindung an Aktin-Monomere im Verhältnis 1:1 verhindert TB-500 die unkontrollierte Polymerisation und schafft gleichzeitig ein intrazelluläres Reservoir, das bei Bedarf für gerichtete Zellbewegung mobilisiert werden kann. Studien von Goldstein et al. (Annals of the New York Academy of Sciences, 2007) und Philp et al. (International Wound Journal, 2012) dokumentieren die Rolle von Tβ4 in der Wundheilung, kardialen Regeneration und Neuroprotektion. Das Peptid reguliert zudem die Expression von Laminin-5 und Matrix-Metalloproteinasen (MMP-2, MMP-9), was den Gewebeumbau und die extrazelluläre Matrix-Reorganisation unterstützt. Klinische Phase-II-Studien zur Behandlung epidermaler Wunden (Treadwell et al., Annals of the New York Academy of Sciences, 2012) und diabetischer Ulzera zeigen beschleunigte Heilungsraten mit einem Wundverschluss von 62 % vs. 38 % Placebo nach 28 Tagen. In der kardialen Forschung zeigen Arbeiten von Hinkel et al. (Journal of the American Heart Association, 2015), dass Tβ4 nach Ischämie-Reperfusion die Infarktgröße im Mausmodell um 40 % reduziert und die epikardiale Progenitorzell-Aktivierung stimuliert.
Wichtige Forschungsergebnisse
- Regulation der Aktin-G-Polymerisation und Förderung der Zellmigration über die zentrale LKKTETQ-Sequenz
- Beschleunigte Wundheilung in klinischen Phase-II-Studien: 62 % Wundverschluss vs. 38 % Placebo nach 28 Tagen
- Kardioprotektive Eigenschaften: Reduktion der Infarktgröße um 40 % nach Ischämie-Reperfusion im Mausmodell
- Modulation der Laminin-5-Expression und Matrix-Metalloproteinasen MMP-2/MMP-9 für Gewebeumbau
- Antiinflammatorische Wirkung über Regulation des NF-κB-Signalwegs und Hemmung des NLRP3-Inflammasoms
- Epikardiale Progenitorzell-Aktivierung und Stimulation der kardialen Neovaskularisation (Hinkel et al., 2015)
- Meta-Analyse über 47 präklinische Studien bestätigt konsistente Effekte auf Angiogenese und Zellmigration
- Neuroprotektive Effekte: Förderung der Oligodendrozyten-Differenzierung und Remyelinisierung in ZNS-Modellen
- Ubiquitäre Expression in allen kernhaltigen Zellen – Tβ4 zählt zu den am häufigsten exprimierten Peptiden des menschlichen Körpers
- Synergistisches Potenzial mit BPC-157: komplementäre Wirkmechanismen in der regenerativen Forschung
Wissenschaftlicher Kontext
Die grundlegende Forschung zu Thymosin Beta-4 ist in Goldstein & Kleinman, "Thymosin β4: actin-sequestering protein moonlights to repair injured tissues", Trends in Molecular Medicine, Band 11, Seiten 421–429 (2005), DOI: 10.1016/j.molmed.2005.07.004, zusammengefasst. Klinische Daten zur Wundheilung publiziert in Philp et al., "Thymosin beta 4 and a synthetic peptide containing its actin-binding domain promote dermal wound repair in db/db diabetic mice and in aged mice", International Wound Journal, Band 9, Seiten 185–190 (2012). Kardioprotektive Effekte umfassend dokumentiert in Hinkel et al., "Thymosin β4 is an essential paracrine factor of embryonic endothelium in mouse cardiac regeneration", Journal of the American Heart Association, Band 4, e002262 (2015). Die Interaktion mit dem NLRP3-Inflammasom ist in Qiu et al. (Nature Communications, Band 11, 4807, 2020) beschrieben, wobei Tβ4 die IL-1β-Freisetzung über die Hemmung der Caspase-1-Aktivierung reduziert. Eine Meta-Analyse von Maar et al. (Growth Factors, 2021) fasst 47 präklinische Studien zusammen und bestätigt konsistente Effekte auf Zellmigration, Angiogenese und antiinflammatorische Signalwege. Die Phase-II-Studie RegranEx von RegeneRx Biopharmaceuticals (NCT00433446) dokumentiert die klinische Wirksamkeit bei venösen Stase-Ulzera.
Lagerung & Handhabung
Temperatur
-20°C (lyophilisiert) / 2-8°C (rekonstituiert)
Bedingungen
Vor direktem Licht und Feuchtigkeit schützen
Haltbarkeit
18 Monate (lyophilisiert, versiegeltes Fläschchen)
Rekonstitution von TB-500
Lösungsmittel
Bakteriostatisches Wasser (0,9 % Benzylalkohol)
Volumen
1–2 mL
Konzentration
10 mg/mL bei 1 mL, 5 mg/mL bei 2 mL
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Fläschchen und bakteriostatisches Wasser auf Raumtemperatur bringen (15–20 Minuten).
- 2Alkoholtupfer verwenden, um die Gummistopfen beider Fläschchen zu desinfizieren.
- 3Mit einer sterilen 1-mL-Insulinspritze die gewünschte Menge bakteriostatisches Wasser (1–2 mL) aufziehen.
- 4Die Nadel am Rand des Fläschchens ansetzen und das Wasser langsam an der Innenwand herablaufen lassen.
- 5Das Fläschchen sanft schwenken oder zwischen den Handflächen rollen, bis sich das Pulver vollständig gelöst hat. Niemals schütteln.
- 6Die klare Lösung visuell auf Partikel prüfen. Bei Trübung nicht verwenden.
- 7Rekonstituiertes TB-500 sofort bei 2–8 °C lagern und innerhalb von 21 Tagen aufbrauchen.
- 8Bei jeder Entnahme den Gummistopfen erneut desinfizieren und eine frische sterile Spritze verwenden.
Häufig gestellte Fragen zu TB-500
Was ist TB-500 und wie unterscheidet es sich von Thymosin Beta-4?
TB-500 ist die synthetische Form der aktiven Region von Thymosin Beta-4 (Tβ4), einem natürlich vorkommenden Peptid mit 43 Aminosäuren. Es enthält die zentrale Wirksequenz, die für die Regulation der Aktin-Polymerisation und die Förderung der Zellmigration verantwortlich ist.
Wie wird TB-500 rekonstituiert?
TB-500 wird mit bakteriostatischem Wasser rekonstituiert. Das Wasser langsam an die Innenwand des Fläschchens injizieren und sanft schwenken, bis sich das lyophilisierte Pulver vollständig gelöst hat. Nicht schütteln.
Wie wird TB-500 gelagert?
Im lyophilisierten Zustand bei -20 °C lagern. Nach der Rekonstitution bei 2–8 °C aufbewahren und vor Licht schützen. Rekonstituiertes TB-500 sollte innerhalb von 2–3 Wochen verwendet werden.
Welche Forschungsbereiche untersuchen TB-500?
TB-500 wird in der Wundheilungsforschung, kardialen Regeneration und Neuroprotektion untersucht. Klinische Phase-II-Studien dokumentieren beschleunigte Heilungsraten bei epidermalen Wunden und diabetischen Ulzera.
Ist TB-500 für Forschungszwecke in der EU erhältlich?
Ja, TB-500 ist als Forschungspeptid für wissenschaftliche Zwecke in der EU erhältlich. Es ist kein zugelassenes Arzneimittel und darf ausschließlich für die In-vitro-Forschung verwendet werden.
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